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Die Geschichte

Ein Projekt, das mit der Liebe für die Natur und die Geschichte eng verbunden ist

Mit Anderen das Schöne teilen, was unser Land uns zu geben hat.

Dies ist das Motto, dass die Familie Fedele Piccinni dazu angeregt hat, sich einer solchen Herausforderung zu stellen: die an antiker Geschichte reichen Orte in ihre ursprüngliche Pracht zu hüllen.

Gewissenhafte, nicht-invasive Renovierungseingriffe haben die „Masseria Monacelli“ und „Masseria Giampaolo“ zu neuem Leben erweckt, um die Geschichte und das Erbe, die Essenz dieses Ortes, zu bewahren.

Die Geschichte der Masseria Monacelli

Prachtvoller Komplex von Landgütern, der sich nordöstlich von Lecce erstreckt. Eine in sich geschlossene Anlage, die ursprünglich aus einem Turm, einer Mühle, Viehställen, einem Brunnen und einem Garten bestand. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Volumetrie des Gebäudes durch den Anbau zwei weiterer Räumlichkeiten an der linken Seite des Turms erweitert. Eine Statue schützte das Eingangstor, während die Fassade mit den vier Familienwappen der Besitzer, die im Laufe der Zeit aufeinander folgten, bereichert war.

Diese Schätze sind heute nicht mehr erhalten und der gesamte Komplex war dem Laufe der Zeit, sprich einem schleichendem Verfall ausgesetzt. Der Eingang ist durch einen Wehrerker mit zwei Öffnungen geschützt.

Eine große, halb unter der Erde liegende „Ölmühle“ nimmt einen Teil des Hofes ein.

Der 1962 auf dem alten Parterre der Abtei von Cerrate errichtete Komplex besaß einst den Namen Masseria Torricelli.

Ursprünglich gehörte er der Familie Cigala, den Baronen von Castro an, doch bereits im Jahr 1775 wurde er unter den Besitztümern des Dominikanerklosters San Giovanni D’Ajmo, des Predigerordens angeführt. Seine ansehnliche Ausstattung bestand aus sechzehn abgeschlossenen Bereichen von 320 Tomoli (antikes Flächenmaß), die 11 423 Olivenbäume im Wert von 481 Mühlen, 177 Steineichen und 100 Feigenbäumen beherbergten.

Neben der Bereitstellung eines Zehntels der Früchte an das Kloster S. Maria a Cerrate, unterlag es der Zahlung des Herbaticums (jährliche Abgabe eines Schafts oder einer Ziege), des Carnaticums (ein Ferkel von jeder gebärenden Sau) und der Melch (der gesamte Käse und Ricotta, die an einem Melktag hergestellt wurden).

An der rechten Seite des Turms erhebt sich die Kapelle Natività di N.S. Gesù Cristo, die im Jahr 1758 errichtet wurde und am 10. März 1888 Monsignore Luigi Zola, den Bischof von Lecce, begrüßte. Der Hohepriester fand den Altar in gutem Zustand, weniger jedoch das darüber angeordnete Leinwandgemälde, das einer Restaurierung bedurfte. Der Kelch war ansehnlich, musste jedoch geputzt werden; die gedeckte Altartafel; das schadlos erhaltene Messbuch; die Karten der Herrlichkeit mussten erneuert werden und die Leinentücher waren einwandfrei. Ein Glockengiebel ragt an der rechten Seite der Kapelle empor.

Im Jahr 1891 gehörte der Gutshof zum Besitz der Edeldame Lucia Saluzzo, der Fürstin von Bagnara.

Noch im Jahr 1912 wird er unter den Besitztümern der Fürsten Ruffo und Bagnara erwähnt.

Während der Besetzung der Ländereien, nahmen die Bauern von Surbiton und anderen benachbarten Dörfern weitläufige, unbewirtschaftete Grundstücke dieses Gutshofes ein.

Das unter dem Namen Municeddri bekannte Anwesen ist heute im Besitz von Frau Annalisa Fedele Piccini, die mit lobenswerter Entschlossenheit den Renovierungsarbeiten des gesamten Komplexes sowie der Erweiterung des Olivenhains einen Anfang setzte.

Prof. Aldo Caputo

Die Geschichte der Masseria Giampaolo

Einer der sechzehn Gutshöfe des Lehens der Abtei S. Maria di Cerrate, der bedeutendste aufgrund des angehörigen Grundstückbestands und seiner Lage. Er erstreckt sich in der Tat an dem antiken Verlauf der Straße, die von Lecce nach Cerrate führt.

Ein nüchterner Gebäudekomplex mit seinem monumentalen Turm aus dem 16. Jahrhundert, der mit zahlreichen Wehrerkern, von denen einer das Eingangstor dominiert, und einem Zugbrückentor versehen ist, das den obersten Absatz der Treppen (heute nicht mehr vorhanden) unterbricht. Von besonderem Wert und Reiz sind die beiden unterirdischen „Trappeti“ oder Ölmühlen, die die gesamte Fläche des Hofes einnehmen.

Im Jahr 1608 zählte der Gutshof zum Besitz des Tafuri, der ihn im Jahr 1616 für 7800 Dukaten an Giandomenico Cigala verkaufte, und zu einem späteren Zeitpunkt ging er an seinen Sohn Bernardino über.

Ein weitläufiger Gutshof-Komplex, der ursprünglich „GioPaulo“ genannt wurde und zu jener Zeit, neben dem Turm-Gebäude, „acht Lehmhäuser, Hütten, Brunnen und Ölmühlen, Teiche, zwei Gärten mit gemeinen Bäumen und einen Ofen und eine gepflegten Mühle umfasste“.  Eine umzäunte Anlage, in deren Mitte ein hoher Turm, der zentrale Kern des Anwesens und Bezugspunkt für alle Aktivitäten, emporragt.

Im Jahr 1690 verkauft Gio Cigala, bei dem es sich vermutlich um den Sohn von Bernardino handelt, den Gutshof für 9500 Dukaten an das Kloster S. Giovanni Di Lecce.

Mit der Aufhebung der kirchlichen Güter ging der Komplex an den Staat über und im Jahr 1866 wurde er von Giuseppe Libertini erworben. Das seit langer Zeit dem Verfall ausgesetzte Anwesen wurde im Jahr 2000 von Frau Annalisa Fedele Piccini gekauft, die durch gewissenhafte und nicht-invasive Renovierungseingriffe den ursprünglichen Zustand des Turms und der angrenzenden Bauwerke wiederherzustellen wusste.

Die Masseria GIAMPAOLO zeigt sich heute erneut in ihrer alten Pracht. Die landwirtschaftlichen Aktivitäten, die Weiten der Olivenhaine, die üppige mediterrane Macchia, die Düfte und die Farben, die uns die Natur zu jeder Jahreszeit bietet, versetzen uns in eine parallele Dimension. Auf diese Weise ist es möglich, die starke, im Süden schon in der Vergangenheit bestehende Verbindung zwischen dem Menschen und seinem Land zu verstehen.

Prof. Aldo Caputo

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